der tag

der tag geht aus den feldern
wie wir
den weg, nach haus, hinab

die sonnenuhr geht nach

dort steigt der bach aus seinem bett
geht kühl die luft herauf
und kommt uns in den sinn

still sind die gedanken
ein stilles danken, nur schritte reden
hören und gehören hin

im tagebuch der bäume
blättert noch der wind
und schläft schon fast darin

auf wogenkronen lichten wolken
ihre anker
wie gelöst vom woher und vom wohin

wir gehn hinab und schweigen
neben allem andern

kein wort weiß was es ist du bist ich bin

Auf einem Feldweg nach Goltzscha

14 Mai 2023

smer